Hunde in der Medizin - Krebs erschnüffeln?

Hunde können unglaublich gut riechen, das ist allgemein bekannt. Grund dafür sind die Millionen Riechzellen, die ein Hund hat. Deshalb werden Hunde bei vielen Untersuchungen zu Rate gezogen, sei es als Sprengstoffspürhund, Lawinenspürhund, Drogen- oder Kardiowarnhund. Auf Grund ihrer Fähigkeiten gibt es Überlegungen, Hunde neuerdings auch in der Medizin hinzuzuziehen. Vor allem beim Thema Krebs können die Vierbeiner sehr hilfreich sein. Wie, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Hundenase
Die Hundenase ist das wichtigste Sinnesorgan eines Hundes. Was das genau bedeutet, lässt sich wie folgt erklären. Ein Hund hat ca. 100-200 Millionen Riechzellen. Diese Riechzellen beanspruchen ca. 10% des Gehirns, welches ausschließlich mit der Analyse und Verarbeitung von Gerüchen beschäftigt ist. Im Vergleich dazu hat ein Mensch lediglich 5 Millionen Riechzellen und 1% des Gehirns analysieren Gerüche. Die Hundenase dient dem Hund dazu sein Umfeld wahrzunehmen. Dies geschieht durch die Aufnahme der Geruchsstoffe sowie durch die Erwärmung und Reinigung der Atemluft. Ein Hund findet durch seine Nase Nahrung und Geschlechtspartner und erschnüffelt mögliche Gefahren. Da kommt natürlich die Frage auf - Kann man sich das zu  Nutze machen?
Hunde und Medizin
Verschiedene Studien zeigen, dass Hunde gewisse Krankheiten erschnüffeln können. Der Gedanke eines systematische Einsatz von Hunden in der Medizin liegt folglich Nahe. Neben der Verwendung von Hunden als "Frühwarnsystem" in der Medizin, ist bereits die Entwicklung von elektronischen Hundenasen eingeläutet. Diese elektronischen Hundenasen sollen die Fähigkeiten von Hunden reproduzierbar machen, da ein Spürhund in Praxen als dauerhafte Lösung natrülich nicht denkbar ist.

Hunde und Krebs

 

Allerdings ist vor allem in der Zeit der Fehldiagnosen, ein Spürhund sehr gefragt. Es gibt bereits Zentren mit ausgebildeten Spürhunden, die Krankheiten erkennen können. Dies ist insbesondere für verschiedene Arten von Krebs der Fall. Eine der größten jemals durchgeführten Studien zum Thema Hund und Krebs ergab, dass Hunde mit über 90% Sicherheit einen Tumor erschnüffeln können. Im Fall von Prostatakrebs lag da Ergebnis sogar bei 98%. Dazu schnüffelten die Hunde am Urin der Krebspatienten. Was genau die Hunde dabei erschnüffeln, sind die von einem Tumor ausgestoßenen Chemikalien, die sowohl im Atem als auch im Urin von Krebserkrankten zu finden sind. Dabei dauert die Ausbildung eines Tumorspürhundes ca. 6 Wochen. Trotz der Schwierigkeiten, die Hunde in einer Praxis bedeuten, findet die Methode Hunde zur Krebserkennung zu nutzen, bereits großen Anklang. Vor allem in komplizierten Fällen, ist es durchaus eine Möglichkeit, einen Hund zwischen gutartigem und bösartigem Krebs unterscheiden zu lassen. Ob und wann die elektronische Hundenase in der Medizin zum Einsatz kommt, ist eine Frage der Zeit und der Geldgeber. Vielversprechend ist dieser Weg allemal. Vor allem bei Krebsarten, die spät erkannt werden, wie z.B. Lungenkrebs, könnten Hunde oder elektronische Hundenasen Leben retten.


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